Zeitschrift "Merian" 2010
Aparte Apartments
Feinwohnen bei Dresden macht mit großen und schönen Wohnungen jedem Hotelblues den Garaus
Wo früher allerlei Wundpflaster hergestellt wurden, gibt es heute noch Seelenbalsam - für Reisende, die ob der vielen Standard_Hotelzimmer und hässlichen Ferienwohnungen verzweifeln. Denn die zwölf Apartments, die in den Gebäuden der ehemaligen Fabrik entstanden sind, bieten einen seltenen Luxus: viel Platz, viel Ruhe und schöne Möbel. Der Rückzugsort liegt zwischen Dresden und Pillnitz, in einem dicht bewaldeten Seitental nahe der Elbe. Die Innenstadt ist - zumindest mit dem Auto - nicht weit, die Sächsische Schweiz ist gut erreichbar. Und mit dem Fahrrad ist man in fünf Minuten auf dem Elberadweg.
Doch wer hier einzieht, will gar nicht ständig unterwegs sein, sondern auch einfach mal sein Domizil genießen, auch wenn es hier oft recht schattig ist. Denn manch ein Gast wird zu Hause mit weit weniger komfort und Raum zufrieden geben müssen: Die Wohnungen sind großzügig geschnitten und bieten dabei oft ungewöhnliche Grundrisse.
Schicke, zeitlose Designklassiker sorgen für ein edles, aber niemals steifes Ambiente, in dem man sich wohlfühlen kann. So beeindruckt "Tokyo" nicht nur durch den lang gezogenen, Hohen Wohn- und Schlafbereich, sondern auch durch die schlichte Metallleuchte und das geschwungene Korbbett. Der Fernseher ist klein, die modernen Gemälde an den Wänden sind dafür umso größer. Der Info-Ordner ist ausführlich und bietet gute Pläne, Ausflugs- und Gastrotips. Und wer möchte, bekommt morgens ein Frühstück und tagsüber die Betten gemacht. Das Konzept funktioniert, Geschäftsführerin Anke Schwerg-Peters schwärmt von vielen Stammgästen und plant bereits neue Wohnungen. Schon jetzt ist die Auswahl groß, Apartment "London" bietet mit 50 qm eine eher klassische Zimmeraufteilung, "Madrid" (200 qm) erstreckt sich inklusive Galerie und romantischer Terrasse über drei Etagen.

